Wir sind Recruiting

Case Story

Die Frage nach dem eigenen Glück schmerzt. Gerade im Beruf meinen viele, sie stehe gar nicht zu. Dabei ist unser Job Teil unserer Identität. Warum also verbringen so viele Menschen Zeit mit etwas, das sie gar nicht mögen? Wer nicht weiß, was er will, läuft Gefahr sich zu verlieren. In einer Welt, in der man alles sein und alles haben kann, wird die Sinnfrage zum Sinnbild einer gesamten Generation, der Generation Y.

Glück = Realität – Erwartungen

“Du bist etwas Besonderes.” oder “Wenn du willst, kannst du alles schaffen.” Durch Stehsätze wie diese wurden die zwischen 1980 und 1999 Geborenen geprägt. Ihr Selbstbewusstsein und ihre Erwartungen an das eigene Leben sind entsprechend hoch, denn die Generation Y ist ein Kind der Baby-Boomer: Jener optimistischen Ära, in der sämtliche Zeichen auf Wachstum standen und vieles positiver kam, als erwartet.

Ihr Vermächtnis ist eine Gesellschaft mit mehr individuellen Freiheiten denn je, die uns gleichzeitig einem hohen Entscheidungs- und damit Leidensdruck aussetzt. Lebensläufe verlaufen nicht mehr entlang einer klaren Linie, sondern neuer Brüche, Umwege und Neuanfänge, schreibt dazu Meinungs- und Zukunftsforscher Matthias Horx. DIY-Kultur, Nischenmärkte, Selfies, Sinnmärkte – sie gelten als Indizien für einen Megatrend: dem Shift vom Kollektiv zur Individualisierung der Gesellschaft. Mit ihm geht ein Wertewandel einher, der auch die Arbeitswelt nicht verschont.

In einer internen Umfrage werden Motivation und Werte der Mitarbeiter abgefragt. Die Motivstruktur ist ausgeglichen.
In einer internen Umfrage werden Motivation und Werte der Mitarbeiter abgefragt. Die Motivstruktur ist ausgeglichen.
Der Archetyp des Entdeckers erhält besonders viel Zustimmung. Seine Motivation ist die Suche nach Freiheit, Glück und Individualität.
Der Archetyp des Entdeckers erhält besonders viel Zustimmung. Seine Motivation ist die Suche nach Freiheit, Glück und Individualität.
Eine von Readers Digest in 10 Ländern durchgeführte Umfrage zum Thema Glück sieht die Arbeit am letzten Platz.
Eine von Readers Digest in 10 Ländern durchgeführte Umfrage zum Thema Glück sieht die Arbeit am letzten Platz.
Wir arbeiten, um uns das Leben leisten zu können. Auch der Begriff Work/Life-Balance trennt die beiden Begriffe hart voneinander.
Wir arbeiten, um uns das Leben leisten zu können. Auch der Begriff Work/Life-Balance trennt die beiden Begriffe hart voneinander.
Doch eine neue Generation begreift die Arbeit als wesentlichen Teil auf der Suche nach Sinn und Glück im Leben.
Doch eine neue Generation begreift die Arbeit als wesentlichen Teil auf der Suche nach Sinn und Glück im Leben.
Julia Engelmann thematisiert das in ihrem Word Rap "Eines Tages, Baby" und trifft damit den Nerv einer gesamten Generation. Quelle: Youtube
Julia Engelmann thematisiert das in ihrem Word Rap "Eines Tages, Baby" und trifft damit den Nerv einer gesamten Generation. Quelle: Youtube

Werte verändern sich. Auch im Beruf.

Österreichs führender Recruiter epunkt ist auf die Vermittlung von Fach- und Führungskräften spezialisiert. Doch das Angebot an höher qualifizierten Arbeitnehmern nimmt stetig ab. Der Pensionsantritt der Baby-Boomer lässt ein Vakuum zurück, das die geburtenschwachen Folgegenerationen nicht auffüllen können. Im Recruiting verschärft sich daher der Kampf um die gut ausgebildeten, jungen und leistbaren Arbeitnehmer.

Der selbstbewussten Generation Y spielt das in die Karten: Kamen früher mehrere qualifizierte Bewerber auf eine offene Stelle, ist es nun häufig umgekehrt. Dadurch verschiebt sich das Machtverhältnis vom rekrutierenden Unternehmen hin zum Kandidaten, der sich den Arbeitgeber regelrecht aussuchen kann. Recruiter bringt das schonmal zum Verzweifeln: Denn die klassischen Anreize wie Gehalt oder Status ziehen bei einer Generation nicht, die in Wohlstand und finanzieller Sicherheit aufgewachsen ist.

Die Kommunikationslinie dichtet Werte vorhergehender Generationen um.
Die Kommunikationslinie dichtet Werte vorhergehender Generationen um.
Sie steht damit im Einklang mit dem Wertewandel, den Matthias Horx als Individualisierung beschreibt.
Sie steht damit im Einklang mit dem Wertewandel, den Matthias Horx als Individualisierung beschreibt.
Die Bildwelt zeigt Momentaufnahmen, die pur und ungekünstelt wirken.
Die Bildwelt zeigt Momentaufnahmen, die pur und ungekünstelt wirken.
Die dargestellten Personen sind keine Modelle, sondern stammen aus dem Umfeld von epunkt oder des Kreativteams.
Die dargestellten Personen sind keine Modelle, sondern stammen aus dem Umfeld von epunkt oder des Kreativteams.
Das Schwarz/weiß ist eine designstrategische Entscheidung. Die Unternehmensfarbe Rot leuchtet umso stärker hervor.
Das Schwarz/weiß ist eine designstrategische Entscheidung. Die Unternehmensfarbe Rot leuchtet umso stärker hervor.

Stattdessen geht es ihr um Sinn hinter einer Tätigkeit, Spaß an der Arbeit und Herausforderung in der Aufgabe. Es geht ihr um Verantwortung und um Augenhöhe, um Spielräume und das gesellschaftliche sowie soziale Bewusstsein ihres Arbeitgebers. Sie verlangt nach flachen Hierarchien und Mitspracherecht, erkundigt sich nach Sabbaticals, Teil- und Gleitzeit und sieht den Job mit dem eigenen Lebenskonzept eng verwoben. Die Wünsche an den Arbeitgeber werden zu einer Projektion der eigenen Vorstellungen an ein erfülltes Leben.

Individualität als Markenkern

Mit der neuen Marke rückt epunkt den Bewerber ins Zentrum der Kommunikation, aber auch der internen Prozesse. Am Markt ist das durchaus ungewöhnlich: Denn die zahlenden Kunden eines Recruiters sind nicht die vermittelten Kandidaten, sondern die beauftragenden Unternehmen. Personalunternehmen konzentrieren ihre Kommunikation daher in der Regel auf B2B und nicht auf B2C. Hinter der mutigen Ausrichtung steckt nachhaltiges, unternehmerisches Denken: Wer sich um die besten Bewerber bemüht, lockt automatisch auch die interessantesten Unternehmen. Der Ansatz entpuppt sich als erfolgreiche Strategie.

Die Marke 2008 und 2016: Die neue Bildwelt setzt auf Persönlichkeit statt Inszenierung.
Die Marke 2008 und 2016: Die neue Bildwelt setzt auf Persönlichkeit statt Inszenierung.
Die neue Marke verdichtet ihre Aussagen auf eine emotionale Kernbotschaft.
Die neue Marke verdichtet ihre Aussagen auf eine emotionale Kernbotschaft.
Das Logo wird in Form und Farbe modernisiert. Die Wiedererkennbarkeit bleibt erhalten.
Das Logo wird in Form und Farbe modernisiert. Die Wiedererkennbarkeit bleibt erhalten.
Informativ oder plakativ: Das neue Bildzeichen ermöglicht einen flexiblen Einsatz in Print und Web.
Informativ oder plakativ: Das neue Bildzeichen ermöglicht einen flexiblen Einsatz in Print und Web.
Die Generation Y ist im Worldwide Web zuhause. Die neue Website setzt daher auf ein responsives Webdesign.
Die Generation Y ist im Worldwide Web zuhause. Die neue Website setzt daher auf ein responsives Webdesign.

Die Ergebnisse des gemeinsamen Branding Prozesses fassen wir in einem Brandbook zusammen und übersetzen es in ein schlüssiges Designkonzept. Die neue Kommunikationslinie verschreibt sich dem Wertewandel und den individuellen Wünschen der Generation Y. Ausgedrückt durch Handschriften und schwarz-weiße Fotografie von Natascha Unkart werden die Kandidaten als Persönlichkeiten gezeichnet, die mehr als nur eine Beschäftigung suchen: So strebt der Eine nach Glück statt nach Geld, für den Anderen zählt Sinn mehr als Status. Die Ressource Mensch wird als Individuum neu gedacht und epunkt macht seine neue Haltung zum Markenzeichen.


« Wir versuchen mit unserer Marke den modernen Mitarbeiter der Gegenwart anzusprechen. Die Generation Y, die völlig neue und veränderte Bedürfnisse an die Arbeitswelt stellt, hat uns in unserem Re-Branding vor eine große Herausforderung gestellt. Hämmerle & Luger waren in diesem Prozess die perfekten Begleiter. Ich würde ihre Arbeit als analytisch und einfühlsam beschreiben. Man hatte zu jedem Zeitpunkt des Projektes das Gefühl, dass es ihnen ein persönliches Anliegen war, ein außerordentliches Ergebnis zu erzielen; das ist auf allen Ebenen – der Analyse, der Umsetzung und dem Roll-out – gelungen. Die Zusammenarbeit war sowohl auf der professionellen als auch emotionalen Ebene außergewöhnlich. »
sam_zibuschka

Sam Zibuschka

Geschäftsführer epunkt


Die Marke hat Erfolg. Das zeigt das starke Wachstum des Unternehmens, aber auch das positive Feedback vom Markt, den Kunden, Bewerbern und eigenen Mitarbeitern, die die Marke überzeugt nach außen tragen. 2016 untermauert die Marktanalyse Recruitiment & Executive Search in Österreich epunkts Vorreiterschaft am Markt und verdeutlicht das weiterhin hohe Wachstumspotenzial der Marke. Auch das mediale Echo lässt nicht lange auf sich warten: Das Unternehmen wird für den Recruiter des Jahres in der Kategorie “Best Brand” nominiert. Als Kreative hinter der Marke ist das für Hämmerle & Luger die denkbar schönste Auszeichnung.

 

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